
André Schneider
Ich bin André.
Meine Kindheit war geprägt vom einfachen und strengen Leben in der Grossfamilie auf einem Bauernhof in den Baselbieter Jurahügeln. Der Schulweg war lang und steil aber auch von vielen kleinen Schätzen und Wundern gesäumt, die mich oft die Zeit vergessen und manchmal das Mittagessen verpassen liessen. In diesen Momenten stand für mich die Zeit still und verlor ihre Gültigkeit. So konnte ich eintauchen in diese faszinierende Natur um uns herum und wurde Teil von ihr. Heute nehme ich mir bewusst solche Aus-Zeiten, um wieder einzutauchen - und heute weiss ich, dass ich so oder so Teil von ihr bleibe. Mein Bestreben ist es, diese Tatsache wieder mehr in meinen Alltag, mein Denken und Handeln zu integrieren und mir dieser Verbundenheit und Verantwortung stets bewusst zu sein.
Outdoor-Guide
In der Ausbildung zum Outdoor-Guide war ich über die Jahreszeiten verteilt in verschiedenen Naturräumen und Gegenden unterwegs – immer Draussen, Tag und Nacht. Es war eine Zeit mit tiefen Erkenntnissen und wunderbaren Glücksmomenten. Einmal mehr wurde mir klar, wie wenig es braucht für das Glück. Ein Feuer, einfaches, in der Gemeinschaft zubereitetes Essen, einen trockenen Platz zum Schlafen und gute, ehrliche Gespräche. Mehr nicht.
Züügmacher
Aus unscheinbaren Fundstücken entsteht «Züüg» (Dinge). Wenn ich unterwegs bin und an Bäumen vorbeikomme, verlangsamt sich oft mein Schritt, mein Takt. Manchmal sind es die Riesen, welche mich mit ihrer Grösse und Erhabenheit beeindrucken, manchmal ist es ein einzelner abgebrochener Zweig oder ein Wurzelstück, welches meinen Blick auf sich zieht. Manche Bäume muss ich berühren und ihre Borke fühlen. Und selbst dann, wenn ein Baum von Pilzen durchzogen am Boden liegt und sein inneres Zergehen zeigt, sehe ich darin pure Schönheit. Oft sehe ich in einem Stück Holz Figuren, Gesichter, ganze Landschaften oder Formen und Muster, welche mir zeigen, was daraus entstehen darf.
Madlaina Gaillard
Ich bin Madlaina,
aufgewachsen im Engadin in einem kleinen Dorf, mit einer tiefen Verbindung zur Natur, die mich so vieles lehrte. Durch unser freies Spielen im Wald, auf den Wiesen und Feldern und am Fluss rund um unser Dorf kam ich im kindlichen Abenteuer und Spiel sehr tief in Berührung mit den Jahreszeiten und mit den Elementen. Die Natur bot uns einen riesigen Spielplatz in der die Fantasie frei fliegen durfte.
Ich begegnete meinen Talenten, übte Beharrlichkeit und entwickelte eine Begeisterung für die Wunder der Natur. Aber, die Natur bot uns auch Grenzen und leistete Widerstand. Ich lernte die Natur in ihren ganzheitlichen Zusammenhängen kennen.
In meiner Lehrzeit als Bankkauffrau und junge Erwachsene verlor ich diese Beziehung aus den Augen und schenkte den damalig gedachten, wichtigen Dingen meine Aufmerksamkeit, bis ich als Mutter und Waldspielgruppenleiterin wieder daran erinnert wurde. Ich begann immer tiefer der Natur in meiner neuen Heimat zu begegnen und entdeckte in ihrem zyklischen Werden, Sein und Vergehen, in den immer wiederkehrenden Jahreszeiten, welch grosse und unterstützenden Kräfte auch für uns Menschen da sind, wenn wir beginnen, wieder mit der Natur zu leben.
So durfte ich vor 15 Jahren, in einer sehr fordernden Zeit in meinem Leben, von einer Buche die Sprache der Natur lernen. Sie lehrte mich dem Leben ohne Hadern zu begegnen und liess mich erkennen, dass alles, was uns auf unserem Lebensweg begegnet für uns ist. Dass auch wir Menschen aus der Natur stammen und als Teil von ihr gedacht sind.
In meinen Weiterbildungen als Lichtbahntherapeutin, als Meditationsleiterin, in der Kräuterakademie in Salez und als systemische Erlebnispädagogin bei planoalto lernte ich meine Affinität mit den heilkundlichen Kräften der Natur zu verbinden. Im Begleiten der Menschen in die Natur, sei es im Einzelsetting, in Gruppen oder als Paar, ist es mir ein grosses Anliegen, ihr wieder mit der Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu begegnen. Die Natur unterstütz uns mit ihren heilenden Kräften der Bäume, Steine, Pflanzen oder Kraftplätze. Auf sehr kraftvolle und wunderbare Art und Weise zeigt sie uns wie Leben ursprünglich gedacht war und ist. Stets in der Gemeinschaft, stets für uns.
